Forscher des Fraunhofer-Instituts für Biomedizinische Technik in St. Ingbert, kurz Fh-IBMT, haben auf der Medica 2006 ein integriertes Verfahren zum Umgang mit adulten Stammzellen vorgestellt. Dieses reicht von ihrer Isolierung über die Invitro-Vermehrung, Differenzierung und Charakterisierung mittels Ultraschall bis zur Konservierung dieser Zellen.
Die “regenerative Medizin” will mithilfe der Zelltherapie die Regenerationsfähigkeit von erkrankten Gewebes erhöhen. Forscher hoffen sogar, mit Zellen, die außerhalb des Körpers erzeugte werden, erkranktes Gewebe ersetzen zu können.
Das Fh-IBMT hat eine Strategie entwickelt, adulte Stammzellen aus exokrinem Drüsengewebe – zum Beispiel aus der Speichel-, der Bauchspeichel- oder Schweißdrüse – zu gewinnen.
Auf der Medica hat das dmr. mit Eike Weiß, Physiker am Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik, gesprochen: {...}
Adulte Stammzellen zeichnen sich u.a. dadurch aus, dass sie sich spontan differenzieren können. Das heißt, aus ihnen entstehen nach und nach über zweihundert unterschiedliche Zelltypen. Diese sind allerdings nicht so einfach zu unterscheiden, wenn man die Lebensfähigkeit der Zellen nicht beeinträchtigen möchte. So kann die klassische Färbung zur Bestimmung eines Zelltypus zum Tod der Zelle führen. Mithilfe der akustischen Mikroskopie kann die Zelle beobachtet werden, ohne sie zu schädigen, {...}
Quellen: Interview Deutsches Medizinradio (16.11.2006, Ort: Medica 2006), Presseinformation des Fh-IBMT (November 2006), Bild mit freundlicher Genehmigung des Fraunhofer Institut Biomedizinische Technik