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Montag, 10. April 2006

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Autoimmunzellen unterstützen das Lernen

Bis vor Kurzem wurde angenommen, dass der Mensch mit einer festen Zahl von Nervenzellen geboren wird, die nicht ersetzt werden. Deshalb schwindet mit zunehmendem Alter die geistige Leistungsfähigkeit. Inzwischen konnte diese Annahme widerlegt werden. In der Tat behalten bestimmte Gehirnregionen zeitlebens die Fähigkeit bei, Nervenzellen zu erneuern. Dazu gehört zum Beipspiel der Hippocampus, der an der Ausbildung des Erinnerungsvermögens beteiligt ist.
Wie israelische Wissenschaftler kürzlich entdeckten, sind für die Neubildung der Zellen des zentralen Nervensysteme T-Zellen notwendig, die gegen körpereigene Strukturen gerichtet sind. Bisher wurden die marodierenden Immunzellen als Gefahr angesehen, da sie – einmal außer Kontrolle geraten – schwere Erkrankungen verursachen können. In Experiementen an Ratten konnten die Forscher zeigen, dass bei gesunden erwachsenen Tieren gerade die gegen Eigenstrukturen gerichteten Zellen für die Neubildung von Gehirnzellen notwendig sind. Eine ähnliche Abhängigkeit konnten sie für die Ausbildung des räumlichen Denkens und des Erinnerungsvermögens beschreiben.

Quelle:
Ziv Y. et al. (2005) Immune cells contribute to the maintenance of neurogenesis and spatial learning abilities in adulthood. Nature Neuroscience (Online-Vorabpublikation vom 15.1. 2006)

(Kategorienzuordnung: FB Immunologie | FB Neurologie,
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